Du sitzt nicht vor der Strecke. Du bist auf der Strecke.
Am Anfang ist es nur dieses leichte Ziehen in deinem Körper, ein sanftes Nachgeben des Sitzes unter dir. Du legst die Hände ans Lenkrad, neigst den Kopf nach vorne, beschleunigst dadurch, drehst dann ein wenig nach links, dann nach rechts – und spürst, wie die Bewegung sofort aufgegriffen wird. Du entscheidest, wohin es geht. Die Strecke zieht an dir vorbei, Kurven öffnen sich, schließen sich, du legst dich leicht hinein, fühlst die Dynamik, das Rollen, das Beschleunigen. Alles reagiert schnell, präzise, ohne Verzögerung – als wärst du wirklich dort draußen unterwegs.
Und doch sitzt du… eigentlich ganz woanders.
Dieses Gefühl des Fahrens wollen Fabian Vöhringer, Schüler der 7. Klasse des Gymnasiums Edenkoben, und Carlos Römer, Schüler der 7. Klasse des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Neustadt, körperbeeinträchtigen Menschen ermöglichen. Sie entwickelten im Rahmen der außerschulischen Jugend forscht AG einen Fahrsimulator, der ausschließlich durch Kopfbewegungen gesteuert wird – ganz ohne den Einsatz von Armen oder Beinen. Nach monatelangem, schweißtreibendem Experimentieren mit verschiedenen Sensoren wurde der Simulator fertiggestellt und Anfang des Jahres durften wir die beiden bei TRE begrüßen. Unsere Entwicklungsingenieure zeigten den Schülern unseren Simulator, den Aufbau und die verwendeten Bauteile.
Es war uns eine große Freude, dass sie bei uns waren und uns Einblicke in ihre Arbeit gegeben haben. Besonders beeindruckt hat uns, wie durchdacht und innovativ ihr Projekt ist: Mit „HeadPilot – Barrierefreier Rennspaß“ entwickeln sie eine Lösung, die Menschen mit Einschränkungen den Zugang zu Rennsport-Erlebnissen ermöglicht – ein echtes Zukunftsthema, das weit über den Wettbewerb hinausreicht.
Wir gratulieren herzlich zum Gewinn des Regionalwettbewerbs der Sparkasse Kaiserslautern und drücken für den Landeswettbewerb im April ganz fest die Daumen.

